«Hier und Jetzt»: der Blog

Resilienz

Resilienz (von engl. resilience – Spannkraft, Widerstandsfähigkeit) bezeichnet die Fähigkeit, belastende Situationen erfolgreich zu bewältigen und ein gesundes, selbstregulatives Fliessgleichgewicht wieder zu gewinnen und aufrecht zu erhalten. Belastende Situationen werden als psychische, körperliche und soziale Risikofaktoren betrachtet. Die Resilienzförderung zielt darauf ab, die generelle Widerstandsfähigkeit gegenüber andauernden Belastungsrisiken, die Belastbarkeit unter hohem zeitlichen Druck und die Erholungsfähigkeit nach extremer Stresserfahrung möglichst effektiv zu unterstützen. Die Resilienzforschung rückt insbesondere folgende Faktoren ins Zentrum, die es in belastenden Situationen zu aktivieren und bereits im Hinblick darauf zu stärken gilt: Positives Selbstbild, Zuversicht und Optimismus, Selbstakzeptanz und Selbstvertrauen in die eigenen Stärken und Fähigkeiten, Zukunfts- und Zielorientierung, Handlungs- und Lösungsorientierung, emotionale Selbstregulation, Aufbau und Gestaltung von tragenden Beziehungen, Übernahme von Verantwortung, Problemlösungskompetenz. Im Kontext der KomplementärTherapie werden bei den Klientinnen und Klienten Grundhaltungen bzw. Fähigkeiten aktiviert und verankert, welche ihre individuelle Resilienz stärken.

Written by geraldine

September 4th, 2019 at 2:27 pm

Ressourcen

Ressourcen stehen dem Menschen zur Verfügung und werden von ihm benötigt, um in schwierigen Lebenssituationen das innere Gleichgewicht wieder zu finden. Ressourcen wirken als Schutzfaktoren für seelische Stabilität, körperliches Wohlbefinden, Lebensqualität und Leistungsfähigkeit. Man unterscheidet zwischen inneren Ressourcen als dem Menschen innewohnende Eigenschaften, Stärken und Fähigkeiten, und äusseren Ressourcen wie soziale Unterstützung, stabile wirtschaftliche und gesellschaftliche Rahmenbedingungen oder kraftspendende Einflüsse der Natur. Im Kontext der KomplementärTherapie unterstützt die bewusste Stärkung vorhandener Ressourcen die Selbstregulierung und ermöglicht die Verlagerung des Blickwinkels von der Pathogenese
zur Salutogenese („wie entsteht Gesundheit“). So gesehen sind Ressourcen alles, was von einer
Person in einer bestimmten Situation wertgeschätzt und als unterstützend erlebt wird.

Written by geraldine

August 27th, 2019 at 2:26 pm

Ziele der Komplementärtherapie

Genesung in der KomplementärTherapie zielt darauf ab, körperliche Störungen und Leistungsbeeinträchtigungen zu vermindern und aufzulösen sowie das körperliche und seelische Wohlbefinden und den Umgang mit Gesundheitsbeeinträchtigungen zu verbessern.
KomplementärTherapie erachtet Genesung als einen Prozess, der von verschiedenen, sich ergänzenden Faktoren abhängig ist und Körper, Geist und Seele gleichermassen umfasst. Sie setzt diesen Prozess über die Stärkung der Selbstregulation, der Selbstwahrnehmung und der Genesungskompetenz in Gang.

Stärkung der Selbstregulation
KomplementärTherapie spricht die selbstregulativen Kräfte des Menschen an. Mit ihren methodenspezifischen, körperzentrierten Mitteln von Berührungs-, Bewegungs-, Atem- und Energiearbeit in Verbindung mit Anleitung und Gespräch vermag die KomplementärTherapie die Selbstregulationsfähigkeit wesentlich zu beeinflussen. Werden Beeinträchtigungen des Wohlbefindens und Beschwerden, welche auf Ungleichgewichte und Störungen der Selbstregulation hinweisen, frühzeitig beachtet und bearbeitet, kann damit schweren Erkrankungen vorgebeugt werden.

Stärkung der Selbstwahrnehmung
Selbstwahrnehmung ist eine wichtige Voraussetzung dazu, dass krankmachende Elemente der
Lebensführung erkannt werden und gesundheitsorientierte Impulse greifen können. Die körperund prozesszentrierte KomplementärTherapie leitet die Klientinnen und Klienten zu einer differenzierten Körperwahrnehmung an. Beschwerden werden in Verbindung mit der Lebenslage reflektiert. Die daraus resultierenden Bewusstseinsprozesse führen zum Erkennen von krankmachenden bzw. gesundheitsfördernden Verhaltensweisen und Lebensbedingungen. Im entsprechenden therapeutischen Setting werden notwendige Neuorientierungen entwickelt und erprobt.

Stärkung der Genesungskompetenz
KomplementärTherapie unterstützt die Klientinnen und Klienten in der Kompetenz, eigenverantwortlich Genesungsprozesse zu gestalten. Sie stärkt gezielt individuelle Ressourcen und Resilienzfaktoren. Sie erhöht damit die Fähigkeit und Kompetenz, die eigenen körperlichen, seelischen und geistigen Kräfte optimal einzusetzen, Vertrauen zu entwickeln und sich auf neue Erfahrungen einzulassen. Sie fördert im Umgang mit Beschwerden und Krankheit selbstkompetentes Handeln.

Written by geraldine

August 20th, 2019 at 2:22 pm

Gesundheit und Krankheit als Ausdruck der Selbstregulation

Ausgelöst durch lange andauernde Phasen von Stress oder durch besonders einschneidende Ereignisse wird die seelische und körperliche Adaptionsfähigkeit des Menschen überfordert, wenn
nicht genügend Ressourcen und Resilienzfaktoren aktiviert werden können. Es resultieren Störungen der Selbstregulation, die eine professionelle Unterstützung erforderlich machen. Beeinträchtigungen des Wohlbefindens und Beschwerden werden in der KomplementärTherapie als Symptome bzw. Warnsignale verstanden, welche auf starke oder anhaltende Ungleichgewichte und Störungen der Selbstregulation hinweisen. Werden sie nicht beachtet und wird nicht rechtzeitig gehandelt, können Krankheiten entstehen.

Written by geraldine

July 29th, 2019 at 2:21 pm

Gesundheit und Krankheit als dynamisches Geschehen

Gesundheit und Krankheit sind ein dynamisches Geschehen. Gesundheit ist die Fähigkeit, pathogene Faktoren ausreichend wirksam über die Selbstregulation zu kontrollieren; Krankheit stellt sich
dann ein, wenn der Organismus die selbstregulierende Kompetenz zur Bewältigung von Störungen
nicht ausreichend zur Verfügung stellen kann. So gesehen, muss Gesundheit in jedem Moment
des Lebens neu „geschaffen“ werden.

Written by geraldine

July 22nd, 2019 at 2:19 pm